Meldung vom 11.05.2017 15:58:15
Feldgeschworene – eines der ältesten Ehrenämter in Bayern

FeldgeschworeneIm Beisein ihrer Heimatbürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer und Rupert Troppmann konnten vier Feldgeschworene am 09.05.2017 durch Landrat Andreas Meier für langjährige Dienste im Abmarkungsrecht geehrt werden.
In der Schlosskapelle des Landratsamtes konnte Landrat Andreas Meier an Herrn Peter Neuper und Herrn Waldemar Pöllath aus Neustadt a.d. Waldnaab  die Urkunden des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat für 25 Jahre,  sowie an Herrn Johann Pfab und Herrn Johann Schlegl aus Luhe-Wildenau die Urkunden für 40 Jahre in diesem Ehrenamt aushändigen.
Landrat Andreas Meier stellte heraus, dass die Feldgeschworenen auch in Zeiten von Satellitennavigation und GPS insbesondere wegen ihrer guten Ortskenntnisse unverzichtbar sind. Nicht selten kommt es auch vor, dass die Feldgeschworenen als Mittler zwischen den Grundbesitzern und den staatlichen Vermessungsbehörden tätig werden müssen.
Vermessungsoberrat Joachim Gesierich vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Weiden i.d.OPf. hob die Verbundenheit der Vermessungsbehörde mit den Feldgeschworenen hervor. Er berichtete von einer Tagung der Feldgeschworenen am 30. März 2017 in Nürnberg, bei welcher ersichtlich wurde, wie wichtig dieses Ehrenamt auch in der heutigen Zeit ist. Die Grenzsteine setzen sich nämlich auch in Zeiten von GPS und Satellitennavigation nicht von selbst. Leider habe man in einigen Gemeinden bereits Probleme jemanden zu finden, der bereit ist, dieses Ehrenamt zu übernehmen. Das Amt des Feldgeschworenen, im Volksmund auch Siebener genannt, ist eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung.
Bürgermeister Troppmann wies als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages auf eine  Besonderheit hin, da es dieses Ehrenamt des Feldgeschworenen nur in Bayern, Baden-Württemberg und Teilen Thüringens gibt. Auch die Bürgermeister profitieren von der Ortskenntnis und der Bekanntheit der Feldgeschworenen in der Bevölkerung, insbesondere wenn es Probleme gibt. Troppmann hob auch hervor, dass dieses Ehrenamt meist ein Leben lang ausgeübt wird.
Landrat Andreas Meier bedankte sich bei den Geehrten und wünschte sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

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